Kommunikation in Veränderungsprozessen

– Kategorie: Sonstiges – Lesedauer: 2.4 Minuten
Die Kommunikation in Veränderungsprozessen ist entscheidend für den erfolgreichen Ausgang einer organisationalen Transformation. Annika und Paul geben in ihrem neuen Essential einen praxisbezogenen Überblick über die wissenschaftliche Thematik. Im Blog gehen sie näher auf die Inhalte ein.

Zusammen mit Dr. Annika L. Meinecke, akademische Rätin am Arbeitsbereich für Arbeits- und Organisationspsychologie der Universität Hamburg, hat Paul ein Essential zum Thema Kommunikation in Veränderungsprozessen geschrieben.
Bei den Springer Essentials handelt es sich um komprimierte Wissensbausteine, die einen praxisbezogenen Überblick über ein wissenschaftliches Thema bieten. Das Essential zeigt, wie die Kommunikation in organisationalen Veränderungsprozessen erfolgreich gestaltet werden kann. Es baut auf psychologischen Theorien und dem Kommunikationsansatz der Motivierenden Gesprächsführung auf, um konkrete Handlungsempfehlungen für die organisationale Praxis zu bieten.
Diese Empfehlungen werden anhand von Mitarbeitergesprächen und der Arbeit mit Gruppen illustriert. Der Fokus liegt darauf, wie die Veränderungsbereitschaft der Mitarbeitenden nachhaltig gefördert werden kann.

Verschiedene Seelen in einer Brust

Organisationale Veränderungen können unterschiedlicher Natur sein. Nehmen wir zur Illustration an, dass eine Abteilung quartalsmäßige Teamfeedbacks einführt, um das Lernen untereinander und den Zusammenhalt im Team zu stärken. Die Mitarbeitenden erhoffen sich einerseits, dass diese Neuerung das Teamklima und die Leistung verbessert. Andererseits wird wahrscheinlich der zusätzliche Aufwand gesehen und ggf. „peinliche“ Situationen befürchtet, wenn Kolleg*innen sich gegenseitig kritisches Feedback geben.
Diese verschiedenen Seelen in einer Brust haben in der Literatur unterschiedliche Namen erhalten. Gunther Schmidt, ein Vorreiter auf dem Gebiet der systemischen Organisationsentwicklung, nennt sie „Seiten“, der bekannte Hamburger Kommunikationswissenschaftler Friedemann Schulz von Thun das „innere Team“ und der deutsch-amerikanischen Psychologe Kurt Lewin sprach von „entgegengesetzt wirkenden Kräften“, die auf und im Individuum wirken und einen Spannungszustand auslösen, der Ambivalenz genannt wird.
Die Unterstützung für eine Veränderung bei Mitarbeitenden wird dadurch hervorgerufen, dass die Kräfte, die für eine Veränderung sprechen, verstärkt werden und der Einfluss der hemmenden Kräfte reduziert wird. Um eine nachhaltige Veränderung zu erzielen, ist es jedoch wichtig die Motive, die hinter den hemmenden Kräften stehen, nicht abzuwerten.
Im Rahmen dieses Essentials gehen wir den Kräften, die für und gegen eine Veränderung sprechen, näher auf den Grund und geben Hinweise, wie sich Ambivalenz auflösen lässt.
Zusammengefasst behandeln wir folgende Themen:

  • Gründe, warum die face-to-face Kommunikation während Veränderungsprozessen entscheidend ist.
  • Ein Plädoyer den Begriff „Widerstand“ im Kontext organisationaler Veränderungen zu streichen.
  • Psychologische Theorien, anhand derer sich Methoden für den Aufbau von Veränderungsunterstützung ableiten lassen.
  • Konkrete Handlungsanleitungen, um Veränderungsunterstützung in Mitarbeitergesprächen

Das ebook kann hier heruntergeladen werden.

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Annika Meinecke

Dr. Annika Meinecke ist akademische Rätin am Arbeitsbereich für Arbeits- und Organisationspsychologie der Universität Hamburg. In ihrer Forschung beschäftigt sie sich unter anderem mit Feedback und Gossip in Unternehmen.

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Paul Endrejat
Gründer, Coach & Organisationsentwickler

Paul hat in Potsdam und Utrecht Psychologie studiert und an der TU Braunschweig zum Thema Veränderungsmotivation promoviert. Seine Forschungsinteressen sind die Motivierende Gesprächsführung, Design Thinking, Job Crafting und die Steigerung des umweltbewussten Verhaltens. Bzgl. der Organisationsentwicklung interessiert ihn besonders, wie sich eine Innovationskultur etablieren lässt und was wir von "Klassikern" wie Kurt Lewin lernen können

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