How to Network

– Kategorie: Sonstiges – Lesedauer: 3.1 Minuten
Aus unserer heutigen Arbeitswelt ist das Netzwerken nicht mehr wegzudenken und sowohl Aufbau als auch Pflege von beruflichen Kontakten gehört für viele zum Arbeitsalltag. Was es dabei zu beachten gibt, erzählt Peter im Gespräch mit Alexandra – aus eigener langjähriger Erfahrung.

Aus unserer heutigen Arbeitswelt ist das Netzwerken nicht mehr wegzudenken und sowohl Aufbau als auch Pflege von beruflichen Kontakten gehört für viele zum Arbeitsalltag.
Ein Netzwerk aus Menschen, die ähnliche Visionen und Ziele haben, aus dem gleichen Fach sind oder eng beruflich verknüpft, kann nicht nur für die eigene Karriere, sondern auch für die eigene persönliche (Weiter-)Entwicklung förderlich sein. Doch jedes Netzwerk stand irgendwann einmal ganz am Anfang des Aufbaus. Dass das nicht immer leicht ist, weiß auch unser Netzwerk-Experte Peter, der im Gespräch mit Alexandra von seinen Erfahrungen berichtet.

Der Start

Gerade der Einstieg in ein Gespräch kann sich, zum Beispiel bei Netzwerk-Veranstaltungen, als schwierig gestalten. Denn nicht jedem fällt es leicht, aus dem Stegreif ein interessantes Gespräch mit einer (noch) unbekannten Person zu beginnen. Ein vorgefertigtes Konzept hat Peter für solche Situationen nicht. Er agiert proaktiv und aus der Situation heraus. Und er ist nicht derjenige, der wartet bis er angesprochen wird. „Mit einem lockeren und persönlichen Spruch steige ich aktiv in ein Gespräch ein“, so Peter. Dass das allerdings ein gewisses Maß an Selbstbewusstsein erfordert, ist klar und sollte nicht gespielt sein. Wem das schwer fällt, sollte jedoch nicht mit der Tür ins Haus fallen. Die Devise lautet immer: Es muss sich nichts ergeben, es kann sich etwas ergeben!
Peter: „Umso lockerer und unverbindlicher der Auftritt, desto besser wird man angenommen. Den eigenen Unique Selling Proposition ,also das eigene Alleinstellungsmerkmal, sollte man aber eher beiläufig erwähnen.“
Eigeninitiative und Proaktivität sind also Stichworte zu Beginn einer Unterhaltung, aus der sich im besten Fall ein neuer Kontakt ergeben kann.

Die Pflege

Ein Netzwerk aufzubauen ist die eine Sache. Ein Netzwerk an bestehenden Kontakten zu pflegen eine ganz andere. Hierbei muss zwischen Kontakten und Beziehungen unterschieden werden. Also, ob man auf einen losen Netzwerk-Kontakt aus ist oder eine wechselseitige, interaktive Beziehung aufbauen will. Das vorab abzustecken erspart viel Zeit. Außerdem sollte sich klargemacht werden, dass sich Kontakte im Laufe der Zeit verlieren oder auf Standby schalten können. „Das ist aber nicht tragisch, denn bei Bedarf wird man sich auch wieder an die Begegnung erinnern“, meint Peter.
Bei Beziehungen, die aus einem Netzwerk resultieren ist das anders: „Ein sozialer Austausch ist dann extrem wichtig! Niemals sollte der Eindruck erweckt werden, dass man sich nur meldet, wenn man den anderen braucht.“
In das Netzwerk sollten außerdem nicht wahllos alle Leute aufgenommen werden, die man kennenlernt. Ein produktives Netzwerk besteht vor allem aus Kontakten, die für die eigenen Ziele relevant sind. Auch hier spielt ein ähnliches Mindset und ein ähnlicher Fachbereich eine Rolle.
Und oberstes Gebot bei der Pflege der Kontakte: Unterstützung nicht nur nehmen, sondern insbesondere geben.

Eine Netzwerk-Frage

Politisches Networking empfindet Peter als schwierig. Das könne an der zeitlichen Begrenzung des politischen Mandats liegen, wodurch die handelnden Personen eher auf kurzlebige Effekte aus seien. Besonders in der Politik ist Networking der Schlüssel zu einer starken Machtposition und kann beachtliche Erfolge für die eigene Reputation verzeichnen.
„Mein wirtschaftliches Networking kann ich uneingeschränkt als absolut positiv bezeichnen, es hat sich ebenfalls sehr positiv auf mein gesellschaftliches Standing ausgewirkt“, schiebt Peter hinterher. Mit diesem Netzwerk hat Peter hauptsächlich positive Erfahrungen und erlebte oft Situationen, in denen er sich auf die Beziehungen aus seinem wirtschaftlichen Netzwerk verlassen konnte. Aus einigen dieser Kontakte ergaben sich sogar private Freundschaften.

Best Five

Was ist also ganz besonders wichtig beim Netzwerken? Für Peter ganz klar: Authentizität, ein gutes Maß an Selbstbewusstsein, ein Motiv und die Art der Beziehung.
Zuletzt muss klar sein, dass Netzwerken für lange Zeit auch eine Einbahnstraße sein kann – oft profitiert anfangs nur einer davon. Doch mit der richtigen Einstellung und in dem Wissen, dass das Netzwerken Zeit brauchen kann, sollte sich niemand davor scheuen, berufliche Kontakte auszubauen und sich mit anderen zu verknüpfen.

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Geschrieben von:

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Peter Streilinger
Geschäftsführer und Coach

Als erfolgreicher Geschäftsführer im Vertriebsmarketing verwendet Peter schon seit 25 Jahren nutzerzentrierte Methoden. Bei den Why Guys lernte er, dass sich sein intuitives Handeln auch mit hippen Anglizismen beschreiben lässt. Seine Energie und seinen reichen Erfahrungsfundus teilt er nun, um Projekte und Teams zum Laufen zu bringen.

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Alexandra Maushake
Kommunikatorin

Alexandra studierte an der TU Braunschweig Sozialwissenschaften mit arbeitssoziologischem Schwerpunkt. Bei The Why Guys ist sie für die Kommunikation auf allen Kanälen zuständig und will in Organisationen Veränderungen anregen, die eine neue Arbeitskultur etablieren. Mit New Work setzt sie sich bereits bei The Why Guys auseinander - die einfach mal alles anders machen, als sie es bisher gewohnt war.

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